IG BCE aktuell 1-2018

Gute Arbeit und ein gutes Leben

Ohne Tarifverträge ist alles schlechter. Doch mit Tarifvertrag sind die Löhne höher und die Einkommen gerecht verteilt. Mit Tarifvertrag sind die Arbeitsbedingungen ebenso wie die Qualität von Ausbildung und Qualifizierung besser. Für die IG BCE ist die Sozialpartnerschaft der Grundstein für ein gutes Leben.

iStock / H-Gull

Junge Familie
12.01.2018
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Diese einfache Erkenntnis teilt auch die Politik. Um die Arbeitsbedingungen möglichst vieler Menschen zu verbessern muss es daher eine Bevorzugung der Tarifbindung geben. Tarifparteien müssen besser gestellt werden, etwa indem man ihnen Möglichkeiten einräumt, innerhalb eines gesetzlichen Rahmens auf ihre Branchen zugeschnittene Lösungen zu finden. Tarifbindung als Voraussetzung für staatliche Wirtschafts- oder Forschungsförderung ist ebenso denkbar.

Doch Menschen müssen auch in den Genuss guter Arbeit kommen können. Sachgrundlose Befristungen verweigern elementare Bedürfnisse nach Ordnung und sozialer Sicherheit. Sie verhindern Teilhabe am Leben, das weiß mittlerweile fast jede Familie aus erster oder zweiter Hand. Die IG BCE setzt sich daher entschieden für die Abschaffung sachgrundloser Befristungen ein. Das Rückkehrrecht in Vollzeit ist Grundvoraussetzung, um Beschäftigten je nach Lebensphase der Arbeit oder der Familie mehr Priorität einzuräumen. Beides, das Rückkehrrecht in Vollzeit und die Abschaffung sachgrundloser Befristung sind Kernforderungen der Sozialpolitik der IG BCE.

Nach einem langen Arbeitsleben muss eine Rente stehen, die weiterhin ein gutes Leben ermöglicht. Die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent ist daher nur die Mindestforderung der IG BCE. Ebenso ist die Rückkehr zur Parität in der Beitragszahlung nur die Basis für eine gerechte Krankenversicherung. Eine Bürgerversicherung wäre der konsequente Weg aus der Zwei-Klassen-Medizin.

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