Aufstehen für die Demokratie

NPD Parteitag erfährt massiven Gegenwind der Gewerkschaften

Über 5.000 Menschen protestierten friedlich gegen den Bundesparteitag der NPD im Saarbrücker Schloss am 11. März. Das Aktionsbündnis „Bunt statt Braun“ und unter anderem die IG BCE riefen dazu auf, für die Demokratie auf die Straße zu gehen. Der Protestmarsch setzte sich ab dem Tbilisser Platz zum Schloss um 13 Uhr in Bewegung. Begleitet wurden die gewerkschaftlichen und politischen Gruppen sowie diverser zivilgesellschaftlichen Vereine von nahezu dem gesamten Saarländischen Regierungskabinett.

Max Karbach

Demonstartion gegen NPD Bundesparteitag 11. März 2017

Auch eine große Delegation der IG BCE Mitglieder und der IG BCE Jugend zeigte Flagge. Mit Trillerpfeifen und Trommelklängen der Percussion-Gruppe „Samba O'Leck“ zogen sie durch Saarbrücken. „Das Saarland hat als Grenzregion eine besondere kulturelle Geschichte. Die Vielfalt hat uns wirtschaftlichen Wohlstand und Arbeitsplätze gebracht,“ erklärte Bezirksleiter Dietmar Geuskens am Rande der Veranstaltung. „Die Demagogen und Rechtspopulisten unserer heutigen Zeit – ob Braun oder AfD-Blau, wollen mehr zerstören als Probleme lösen.“ Besonders brisant ist jedoch der Umstand, dass die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren im Saarbrücker Schloss die Gestapo (Geheime Staatspolizei) einrichten ließen. Allein zwischen 1935 und 1936 wurden über 5.000 Andersdenkende inhaftiert. Auch viele Gewerkschafter wurden in den Kellern gefoltert und umgebracht. „Es ist eine Schande, dass die NPD an einem so historisch belasteten Ort ihren Parteitag abhalten darf“, so Geuskens weiter.

Nach oben